"Lügenpresse" ist zum Unwort des Jahres 2014 gekürt worden. Der Begriff hat Geschichte. Schon vor dem ersten Weltkrieg wurde er gebraucht. Was hat das für die Medien heute zu bedeuten?

"Lügenpresse" ist das Unwort des Jahres, doch was bedeutet das für die Medienbranche? Können Journalisten dies als Spinnerei von Pegida-Anhängern abtun, oder müssen sie sich ernsthaft Sorgen um die eigene Glaubwürdigkeit machen? Der Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass der Begriff bereits eine Historie hat. Im Jahr 1914 ist bereits ein Buch mit dem Titel "Lügenpresse" erschienen. Herr Pähler gibt den historischen Überblick.

Eine Woche nach den Anschlägen auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" hat die Debatte um die Glaubwürdigkeit des Journalismus auch die Karikaturistenszene erreicht. Karikaturist Heiko Sakurai erklärt in "Was mit Medien", wie #JeSuisCharlie die Arbeit von Karikaturisten verändert.

Kritik an den Krautreportern

In dieser Stimmungslage haben alternative Medienformen Hochkonjunktur. Das zeigt der Crowdfunding-Erfolg des Magazins Krautreporter. Seit einigen Monaten ist das Online-Magazin im Netz. Doch von den Unterstützern kommt Kritik. Meike Lobo hat in einem viel beachteten Text in ihrem Blog ihre Enttäuschung zum Ausdruck gebracht. Sie vermisst die Relevanz der Krautreporter-Themen. Warum? Das erklärt sie in Eine Stunde Was mit Medien.

Wir gründen unseren eigenen Radiosender

Unterdessen hat an diesem Donnerstag ein Tweet für viel Beachtung gesorgt:

Einige Journalisten (zum Teil auch für das Deutschlandradio tätig) wollen den ersten genossenschaftlichen deutschen Sender starten. Versprochen wird eine "unabhängige Plattform für zukunftsweisenden Journalismus". Möglich seien "etwa eine wöchentliche Polit-Runde und ungefilterte Live-on-Tape Reportagen, ausgedehnte Podcast-Serien und eine Wissenschaftssendung" - doch warum? Das erklärt Mitgründer Philip Banse in dieser Ausgabe von Eine Stunde Was mit Medien.

Während der Sendung könnt ihr mit uns direkt und über unsere Moderatoren Herr Pähler und Daniel Fiene über Twitter kommunizieren.