Vor allem die Art und Weise, wie Pyrotechniker die einzelnen Schüsse abfeuern können, ist heute deutlich ausgefeilter als früher. Trotzdem: Innovationen dauern im Pyro-Bereich sehr lange.

Am Ende der Pyronale, ein international ausgerichteter Feuerwerks-Wettbewerb in Berlin, blicken wir auf die neuesten Trends in Sachen Feuerwerk. "Die Innovationen gehen langsam vor sich", sagt Markus Katterle, Geschäftsführer von Flash Art, ein Unternehmen das sich zum Beispiel um das Feuerwerk im Olympiastadion Berlin beim Finale großer Fußballturniere kümmert.

"Wir sprechen von Bomben. Im Englischen haben sie einen etwas netteren Namen: Shells."
Markus Katterle, Geschäftsführer von Flash Art

Pyrotechnik müsse zugelassen werden, brauchen Transport- und Lagergenehmigungen, sagt Katterle, deshalb sei die Innovationsgeschwindigkeit eher mit der aus dem Bereich der Medizin zu vergleichen als mit der aus dem Mode-Markt.

Was sich zum Beispiel weiterentwickelt hat: Die digitale Zündtechnik. Heute gibt es mehr und unterschiedlichere Abschusspositionen, verschiedene Winkel und mehr Cues, die bedient werden können. Ein Cue ist eine Position auf der Zündliste - "da, wo was passiert", sagt Katterle. Heute können über 3000 bedient werden, früher waren es einige hundert.

Kugelbombe aus dem Profi-Pyrotechnik-Bereich
© picture alliance (dpa)

Der Profi-Feuerwerker plant in einzelnen Schüssen. Pro Schuss wird zum Beispiel eine sogenannte Bombe abgefeuert, also eine Kugel oder Zylinder, der aus Rohren oder Mörsern in den Himmel geschossen wird. Gefüllt sind sie mit Material, das verbrennt und so am Himmel für die schönen Farben und Effekte sorgt.

Ein Profi-Geschoss enthält bis zu 100 Mal so viel Material wie die Rakete aus dem Supermarkt

Die größte Rakete, die im Supermarkt zu kaufen ist, ist mit 25 Gramm Material befüllt. Ein mittlerer Feuerwerkskörper aus dem Profi-Bereich enthält 1000 Gramm - und ist aus gutem Grund nicht frei verkäuflich.

Was ein Feuerwerk kostet, hängt immer stark von den Randbedingungen ab. Ein Feuerwerk auf einem Stadiondach kostet zum Beispiel deutlich mehr als ein vergleichbares auf dem Boden mit einer einzigen Abschussposition. Eine Bombe kostet zwischen fünf und 80 Euro.