"How to Tatort" heißt eine sechsteilige Mockumentary, in der sich das Ermittler-Team des neuen Bremer Tatorts selber spielen. Unsere Reporterin Charlotte Schumacher stellt der fiktiven Doku ein gutes Zeugnis aus. Die Serie sei null peinlich, humorvoll und beweise viel Selbstironie.

Mockumentarys erinnern in ihrer Machart an Dokumentation – gedreht mit flexibler Kamera und Protagonistinnen und Protagonisten, die auch mal direkt in die Kamera gucken und hin und wieder auch in Interviewsituationen gezeigt werden. Anders als bei Dokumentationen ist die Story aber rein fiktiv. Bekannte Beispiele aus den USA sind "The Office" oder "Modern Family", aus Deutschland kennen wir die Serie "Jerks".

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Mit "How to Tatort" geht jetzt eine sechsteilige Mini-Webserie mit den neuen Bremer Tatort-Kommissaren an den Start. Darin spielen sich die neuen Kommissare Jasna Fritzi Bauer, Luise Wolfram und Dar Salim selbst – und zwar, wie sie am Produktions-Set des TV-Tatorts per Zufall einen echten Fall lösen müssen, in den sie involviert sind.

"Die Schauspieler spielen sich selbst, wie sie am Set zur Produktion von einem richtigen TV-Tatort sind und irgendwie per Zufall einen echten Fall lösen müssen, in dem sie involviert sind."
Charlotte Schumacher, Deutschlandfunk Nova

Dabei lernen sich die drei kennen und finden heraus, wie man zu guten Ermittlerinnen und Ermittlern wird. Deswegen auch der Name "How to Tatort".

"How to Tatort" – null peinlich und humorvoll

Unsere Reporterin Charlotte Schumacher findet die Miniserie gelungen. Sie sei null peinlich und beweise viel Selbstironie und Humor. Dabei kassieren der TV-Tatort selbst und die ARD immer wieder kleine Seitenhiebe, sagt Charlotte.

"Hier wird eigentlich vor allem Humor bewiesen und auch der Tatort selbst und die ARD kassieren immer wieder kleine Seitenhiebe."
Charlotte Schumacher, Deutschlandfunk Nova

Wem Serien wie "Jerks" gefallen hätten, oder wer Dar Salim, den Dothraki-Krieger aus Game of Thrones, mal im schicken Anzug sehen wolle, dem dürfte auch die Miniserie gefallen, meint Charlotte. Da jeder Teil nur um die zehn Minuten lang sei, klappe das auch gut als kleines Häppchen für zwischendurch.

Tatort zeigt sich experimentierfreudig

Der klassische Tatort sei mittlerweile dafür bekannt, häufiger zu experimentieren – zum Beispiel mit improvisiertem Drehbuch oder dem Radiotatort der Landesrundfunkanstalten. Da passe es ins Bild, die Marke auch mit "How to Tatort" zu erweitern und zu versuchen, ein jüngeres Publikum zu gewinnen, sagt Charlotte.

Dafür hätten sich die Macher Unterstützung von der bildundtonfabrik geholt. Die Produktionsfirma habe unter anderem mit der ehemaligen Show mit Jan Böhmermann oder "How to sell Drugs online fast" gezeigt, dass sie jung und witzig könne.

Zu sehen ist die Miniserie ausschließlich in der ARD-Mediathek. Das sei in Zeiten von Streamingdiensten auch keine so schlechte Idee und eine gut platzierte Werbung für den neuen Bremer TV-Tatort, der erst im Sommer kommenden Jahres laufen wird.