David Good ist wie ein typisch amerikanischer Junge aufgewachsen. Baseball spielen, Zeitungen austragen - so was halt. Nur eins war so gar nicht typisch amerikanisch an ihm: seine Mutter. Eine Frau vom Stamm der Yanomami.

Als er seine Mutter zum letzten Mal gesehen hat, war David Good fünf Jahre alt. Damals ist die ganze Familie Good in den Dschungel von Venezuela gereist. Sein Vater, ein amerikanischer Anthropologe, seine Mutter, eine Frau vom Stamm der Yanomami, David und seine beiden Geschwister. Dass er seine Mutter dort zum letzten Mal sehen wird, weiß David nicht.

Fünf Jahre lang hat Davids Mutter mit seinem Vater in New Jersey gelebt. Zuvor kannte sie nichts als den Dschungel. In den USA wird sie 2000 Jahre in die Zukunft katapultiert. Sie kommt erstaunlich gut mit der Zivilisation zurecht, aber sie vermisst ihr Leben im Dschungel: ihre Familie, die Natur, die Freiheit. Sie beschließt, bei ihrem Stamm zu bleiben - Vater Good und die drei Kinder fliegen ohne sie in die USA zurück.

Der lange Weg zurück

David Good versteht nicht, warum seine Mutter nicht mit zurück kommt. Er fühlt sich von ihr verlassen und beginnt, sie zu hassen und seine zweite Identität zu verleugnen. Für ihn ist sie gestorben. Und mit ihr die Yanomami. Erst 20 Jahre später setzt sich David Good mit seinen Wurzeln auseinander. Er liest die Bücher seines Vaters, der zwölf Jahre lang bei und mit den Yanomami gelebt hat.

"David, Du hast sogar vor Marienkäfern Angst. Wie willst du im Dschungel überleben."
Davids Schwester macht sich lustig über seine Pläne

Er beginnt, stolz auf seine Herkunft zu sein. Und er beschließt: Ich möchte meine Mutter wiederfinden. Zwei Jahre lang spart er eisern, um sich die teure Reise in den entlegenen Teil des venezolanischen Dschungels leisten zu können, in dem der Stamm seiner Mutter lebt. Ein Wiedersehen, das fremd und doch irgendwie vertraut ist...

Links zu David Good und seinem The Good Project: