Das hat sich eine Forschungsgruppe unter anderem vom Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung gefragt, die Tüpfelhyänen in Tansania beobachtet. Die Hyänen leben dort unter anderem im Ngorongoro-Krater. Das Forschungsteam hat über 20 Jahre lang Kotproben von den Hyänen gesammelt und die DNA darin analysiert. Insgesamt fanden sie genetisches Material von 20 unterschiedlichen Beutetier-Arten. Darunter am häufigsten wilde Gnus - außerdem Zebras und Büffel. Nur 18-mal gab es Spuren von Nutztieren - darunter Esel, Rinder und Ziegen. DNA von in dem Gebiet lebenden, seltenen Spitzmaulnashörnern fand das Team gar nicht.
Die Forschenden schließen aus der Untersuchung, dass Hyänen kaum Jagd auf die Nutztiere oder auch bedrohte Arten wie die Nashörner in der Region machen, wenn genug andere Beute da ist. Sie sagen, die Erkenntnis ist wichtig, weil bei Artenschutzfragen und auch bei Konflikten zwischen Mensch und Wildtieren bisher oft ohne echte Evidenz über den Einfluss von Raubtieren diskutiert würde.
