Indonesische Wälder, die abgeholzt werden, um Palmöl für unseren Schoko-Aufstrich zu produzieren - das ist oft kritisiert worden.

Zwei schwedische Forscher haben ein Modell entwickelt, mit dem sie sehr detailliert nachvollziehen können, wo in den letzten 20 Jahren Wald abgeholzt wurde und warum. In das Modell fließen mehr als 9.000 regionale CO-2-Fußabdrücke ein - aus fast 180 Ländern. Bei den untersuchten Agrarprodukten stehen Rindfleisch, Palmöl und Soja wenig überraschend an der Spitze. Absoluter Spitzenreiter sind Weideflächen für Rinder, die allein 40 Prozent der abgeholzten Waldfläche ausmachen.

Auf den nächsten drei Plätzen folgen aber Agrarprodukte, die oft lokal genutzt werden: Mais, Reis und Cassava. Erst danach folgen weitere Exportprodukte. Die Forscher sagen, dass es bei den Initiativen gegen Abholzung oft um Exportgüter geht. Aber auch lokal verwendete Produkte, wie Cassava und Reis, tragen zur Abholzung bei und sollten nicht vernachlässigt werden bei der Frage, wie Essensproduktion und Waldschutz zusammen geht.