Kunstwerke aus dem alten Ägypten sind oft aufwendig bemalt.

Ein Forschungsteam berichtet im Fachmagazin Science Advances, dass in der Farbe zum Beispiel Spuren von Rindern, Pferden oder Sesam drin sind. Analysiert wurden Farb- und Bindemittelproben von bemalten Kunstwerken, darunter Holzsärge, Architektur und Wandmalereien. Die Forschenden konzentrierten sich auf Proteine, um zu klären, von welcher Tier- oder Pflanzenart sie stammen. Im alten Ägypten wurden vor allem Haut und Knochen von Rindern genutzt, um daraus Leim herzustellen. In den Malereien waren auch Spuren von Eseln, Pferden und Antilopen zu finden.

Nachgewiesen wurden außerdem pflanzliche Proteine, insbesondere von Sesam und Meerrettichbaum. Aus beiden Pflanzen wurden im Alten Ägypten hochwertige Öle hergestellt, die auch in der Medizin und zur Einbalsamierung von Mumien verwendet wurden. Die Forschenden vermuten hier einen religiösen Hintergrund - weil der Meerrettichbaum für den altägyptischen Schutzgott der Handwerker stand.