Die "Schreiende Mumie" gibt viele Rätsel auf - wer war die Ägypterin, die vor rund 3.500 Jahren starb? Und vor allem: Warum sieht sie so aus, als ob sie schreit?
Ein Forschungsteam hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht. Und schreibt im Fachjournal Frontiers in Medicine, dass ein bisher sehr beliebter Erklärungsansatz wohl falsch ist. Der lautete, dass die Einbalsamierer bei der Mumie nicht wirklich professionell vorgegangen sind und so der Mund offen blieb oder wieder aufging. Die neuen Analysen sprechen aber dagegen: Danach wurden teure Materialien für die Einbalsamierung verwendet, und die Mumie ist auch heute noch gut erhalten.
Die Forschenden vermuten eher, dass der offene Mund etwas mit dem Tod der Frau zu tun hat - vielleicht starb sie unter Schmerzen, und ihr Mund war verkrampft und blieb es bis zur Totenstarre. Allerdings liefern die Analysen keine Hinweise auf die Todesursache. Die Frau starb im Alter von etwa 48 Jahren und hatte nur eine leichte Arthritis und etwas abgenutzte Zähne - also nichts Tödliches.
