Das schreibt ein internationales Forschungsteam in einer neuen Studie. Die Forschenden haben die Evolution von Stumpfnasenaffen untersucht. Die leben in Asien von den Gebirgswäldern auf mehr als 4000 Metern Höhe bis in die tropischen Regenwälder. Die Forschenden untersuchten Fossilien, Gene und Verhalten von Affen in den verschiedenen Klimazonen.
Es zeigte sich, dass die Affen in kalten Gegenden zum Beispiel etwas andere Hormon-Haushalte entwickelt hatten, die dazu führen, dass Mütter ihre Jungen länger stillen. Außerdem ist der Stoffwechsel der Affen in kälteren Regionen effizienter. Diese Anpassungen haben laut den Forschenden dazu geführt, dass sich zum Beispiel die Affen-Männchen gegenseitig besser tolerieren und sich innerhalb einer Gruppe unterordnen können. Bei Stumpfnasenaffen in wärmeren Lebensräumen bestehen die Gruppen meist aus einem Harem von Weibchen und einem einzelnen Männchen.
Die Forschenden vermuten, dass sich ihre Erkenntnisse auch auf die Evolution des Menschen übertragen lassen.
