Afrikanische Palmenflughunde schlafen tagsüber in den Kronen alter Bäume - kopfüber hängend.

Sobald die Sonne untergeht, werden sie wach und suchen Futter. Dabei fressen sie die Samen vieler Bäume und scheiden sie anderswo wieder aus. Ein internationales Forschungsteam hat die Flughunde mit GPS-Sendern ausgestattet und dabei Erstaunliches entdeckt. Durch die Tiere können in einem Jahr allein in Ghana 800 Hektar Wald entstehen - eine Fläche fast so groß wie der Tegernsee in Bayern. Eine Kolonie von 150.000 Flughunden kann in einer Nacht über 300.000 Samen verteilen. Daraus entstehen dann zum Beispiel schnell wachsende Bäume. In deren Nähe können dann andere Baumarten gut wachsen. Die bringen den Menschen essbare Früchte, liefern Holz und machen den Boden fruchtbar.

Allerdings werden die Palmenflughunde in Afrika immer weniger. Zum einen, weil sie gejagt werden, zum anderen, weil Bäume abgeholzt werden, die sie als Schlafplatz nutzen.