Das zeigt eine langjährige Online-Befragung der Unfallforschung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. Fast die Hälfte aller Autofahrerinnen und -fahrer drängelt, wenn es ihnen zu langsam voran geht. Das sind gut zehn Prozent mehr als noch 2023. Mehr als die Hälfte sagt außerdem, dass sie sich sofort abreagieren muss, wenn sie sich über andere ärgert.
Und nicht nur auf dem Auto, auch auf dem Fahrrad wird das Verhalten aggressiver. 40 Prozent der Fahrradfahrenden gaben zum Beispiel an, an Zebrastreifen nicht unbedingt anzuhalten. Auch das sind deutlich mehr als bei der Befragung 2023.
Die Studienleiterin macht die permanente Erreichbarkeit und Hektik im Leben für die steigenden Aggressionen verantwortlich. So würde ein Viertel während der Fahrt ab und an Nachrichten schreiben und ein Fünftel soziale Medien nutzen.
Auffällig findet sie auch, dass Eigen- und Fremdwahrnehmung stark auseinander klaffen. Rund 90 Prozent aller Befragten gaben an, Radfahrende besonders vorsichtig zu überholen. Fast ebenso viele sagten aber auch, zu enge Überholmanöver bei anderen zu beobachten.
