Das HI-Virus schwächt die Abwehrkräfte des Körpers schwer. Millionen Menschen weltweit sind davon betroffen.

Nur sieben Fälle einer Heilung sind bekannt - bei 90 Millionen Infizierten. In der Berliner Charité hatte das zum ersten Mal 2008 geklappt - als ein Nebeneffekt bei einem Patienten, der eine Stammzellentransplantation gegen Leukämie bekommen hatte. Letztes Jahr hat die Charité die zweite Berliner HIV-Heilung gemeldet. Darüber berichtet sie jetzt im Fachmagazin Nature.

Eine Therapie mit Risiken

Anders als beim ersten Mal war der Stammzellen-Spender diesmal nicht vollständig immun gegen das Virus. Sechs Jahre nach dem Eingriff ist das HI-Virus aber bei dem behandelten Patienten trotzdem nicht mehr nachweisbar. Die Heilung beruhte stattdessen darauf, dass die gespendeten Immunzellen alle infizierten Zellen des Patienten beseitigt haben. Die Forschenden sagen, die Therapie ist risikoreich - und kommt nur für Menschen infrage, die auch Blutkrebs haben.