Zu Schaden kam dabei niemand, denn der Fjord ist unbewohnt und da es um 5.30 Uhr Ortszeit passierte, waren auch noch keine Touri-Boote unterwegs. Der Tsunami sorgte für seismische Wellen, die noch zwei Tage später weltweit registriert wurden. In den Tagen davor hatten lokale Stationen zwar häufiger kleine Beben wahrgenommen und damit angedeutet, dass der Hang instabil wurde, aber die waren sehr schwach und der gewaltige Erdrutsch kam dann doch überraschend.
Dass der Berghang abstürzte, daran ist wohl vor allem der Klimawandel schuld. Das schreiben Forschende im Fachmagazin Science. Im Tracy Arm Fjord gibt es den South Sawyer Gletscher, der im Laufe des 20. Jahrhunderts massiv zurückgegangen ist. Der Gletscher stützt die Wände des Fjords immer weniger ab und auch der tauende Permafrost weicht die Hänge auf. Solche Ergeignisse könnten mit dem Klimawandel immer häufiger vorkommen. Polarregionen sind besonders betroffen, aber zum Beispiel auch alpine Bergseen. Die Forschenden sagen: Es braucht praktische Schutzmaßnahmen, etwa für die Gemeinden vor Ort und die kritische Infrastruktur, und bessere Frühwarnsysteme.
