Mitten in Alaska, in abgelegenen Naturschutzgebieten, sind viele Flüsse nicht kristallklar, sondern rostig-orange.

Im Wasser stecken hohe Mengen an Metallen, Sulfat-, Eisen- und Zink-Konzentrationen sind deutlich erhöht, das Flusswasser ist sauer und teils metallischer als das Abwasser von Metall-Minen - die es im untersuchten Bereich aber gar nicht gibt. Wie Forschende von der University of California jetzt schreiben, spielt dabei offenbar der Klimawandel eine große Rolle. Die Permafrostböden der Arktis tauen auf, und darin sind auch viele Stoffen enthalten, die dann in die Flüsse geraten. Eisen etwa kann dazu beitragen, dass die Flüsse rostig aussehen.

Welche Auswirkungen die Verunreinigungen haben, ist noch nicht klar. Ein großes Fischsterben etwa haben die Forschenden in den letzten Jahren nicht beobachtet. Gerade im Sommer sind die rostig-orangen Flüsse zu sehen, im Winter erholen sich die Wasserläufe offenbar weitgehend.