Was passiert eigentlich mit Whisky, wenn man versucht, ihn in der Antarktis reifen zu lassen?

Ein Wissenschafts-Team aus Brasilien findet das gerade heraus. Eine Brennerei aus Südamerika hat es sich zum Ziel gesetzt, Whisky in Holzfässern auf allen Kontinenten zu lagern und dann ganz genau zu analysieren.

Die Forschenden erstellen chemische und sensorische Profile für jeden Whisky. Und sie wollen die Frage beantworten, was passiert, wenn die Fässer bis zu -35 Grad ausgesetzt sind. Sie wurden vor drei Jahren zur Marambio Station geflogen, einer argentinischen Forschungsstation in der Antarktis. Und jetzt sind sie zurück im Labor in Brasilien.

Temperaturänderungen bewirken, dass sich der Whisky im Fass ausdehnt und zusammenzieht. Dabei werden Vanilline, Tannine und Holzzucker aus dem Fass gelöst und neue Struktur und Geschmack entsteht. Und je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit passiert das immer wieder anders.