Ein Stirlingmotor funktioniert so, dass sich ein Gas in seinem Inneren zwischen einem warmen und kalten Bereich hin und her bewegt. Dabei dehnt es sich aus und zieht sich wieder zusammen und bewegt so zwei Kolben. Damit wurden früher zum Beispiel Ventilatoren betrieben.
Im Fachmagazin Science Advances beschreiben die Forscher, dass sie den Temperaturunterschied mit zwei Platten hinbekommen: Die eine Seite ist eine Aluminiumplatte im warmen Boden. Die kalte Seite, oberhalb des Bodens, ist mit einer Farbe bestrichen, die Infrarotstrahlung und damit Wärme an die Umgebungsluft abgibt. Nachts entsteht zwischen den beiden Platten ein Temperaturunterschied von durchschnittlich zehn Grad.
Motor könnte auch Strom liefern
Ein Jahr lang haben die Forscher den Stirlingmotor nachts laufen lassen. Der lieferte genug Energie, um zum Beispiel die Lüftung in einem Gewächshaus anzutreiben. Koppelt man den Stirling- mit einem Elektromotor, könnte man einen kleinen Teil der mechanischen Energie außerdem in Strom umwandeln.
