Die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet vernichten auch immer mehr unberührten Regenwald.
Laut der Umweltschutzorganisation WWF haben rund die Hälfte der Brände im August im Primärwald gewütet. Nur 13 Prozent der Brände traten in kürzlich abgeholzten Gebieten auf. Ein WWF-Sprecher sagt, dass es sich dabei oft um Brandstiftung handelt, um illegal Land zu erschließen. Das sei ein Milliarden-Geschäft.
Im brasilianischen Amazonasgebiet gib es zurzeit die schwersten Brände seit knapp 20 Jahren. Seit Anfang des Jahres wurden in der Region fast 88.000 Feuer registriert. Verschärft wird die Lage in diesem Jahr durch eine schwere Dürre.
Nach Angaben des WWF wurden bislang rund 20 Prozent des ursprünglichen Regenwaldes zerstört. Wissenschaftler rechnen damit, dass bei einer zerstörten Fläche von 25 Prozent ein Kipppunkt in der Region erreicht wird. Dann könnte es zu starken und teils unaufhaltsamen und unumkehrbaren Veränderungen im Ökosystem kommen. Weil der Regenwald im Amazonasgebiet große Mengen CO2 bindet, hat er auch für das Weltklima große Bedeutung.