Schlecht geträumt?

Das hilft uns möglicherweise, besser mit dem Alltag klarzukommen. Ein Forschungsteam der Universität Genf in der Schweiz wollte wissen, was passiert, wenn wir im Schlaf Angst empfinden und ob die Angsterfahrung Auswirkungen auf uns hat, wenn wir wach sind. Die Forschenden haben durch Messungen am Gehirn festgestellt, dass bei Angst im Traum die gleichen Hirnbereiche aktiv sind wie bei Angst während des Wach-Seins.

Wiebke Lehnhoff aus den Deutschlandfunk Nova Wissensnachrichten
Zwischen der Angst im Traum und der Angst in der Realität besteht eine ausgeprägte Verbindung. Und dabei wirken die Gefühle, die wir im Schlaf erleben, sozusagen als Übung.

In einem zweiten Experiment zeigte sich: Testpersonen, die in ihren Träumen öfter Angst hatten, reagierten im Wachzustand weniger stark, wenn ihnen angstauslösende Bilder gezeigt wurden, zum Beispiel von einem Überfall. Die Forschenden vermuten, dass wir im Traum Angst üben. Dieses Training könne möglicherweise dabei helfen, dass wir später bei echten Gefahren besser vorbereitet sind.