Forschende haben sich das zunutze gemacht, um zu rekonstruieren, wovon Adélie-Pinguine in der Antarktis sich vor allem ernährt haben. Das Team hat Satellitenbilder aus den Jahren 1984 bis 2013 ausgewertet.
Das Ergebnis steht im Fachmagazin Current Biology: Wo es mehr Meereis gab, fraßen die Pinguine häufiger Fisch. Schrumpfte das Meereis, stand häufiger Krill auf dem Speiseplan. Krill, also die kleinen Krebse, sind aber nicht so nahrhaft wie Fisch. Frühere Studien hatten schon gezeigt, dass Pinguinjunge, die überwiegend mit Fisch gefüttert werden, größer werden und bessere Überlebenschancen haben als Jungtiere, die vor allem Krill bekommen.
Außerdem zeigte sich: Kolonien mit einem höheren Krill-Anteil in der Nahrung gingen langfristig häufiger zurück. Die Forschenden sehen darin einen Hinweis, dass der Klimawandel die antarktischen Nahrungsnetze verändert – und das auch Folgen für die Pinguinbestände hat.
