Die Coulman-Insel in der Antarktis ist ein wichtiges Brutgebiet für Kaiserpinguine.

Letztes Jahr ist die Zahl der Pinguin-Küken dort drastisch eingebrochen. Statt über 20.000 wie in den Vorjahren, zählten Forschende nur gut 6.000. Schuld war offenbar ein direkt vor der Insel gestrandeter, riesiger Eisberg. Das berichtet ein südkoreanisches Forschungsteam im Fachjournal Communications Earth & Environment.

Der Eisberg hatte den Pinguinen den direkten Weg zum Meer versperrt - so dass die für die Futtersuche statt 9 dann 15 Kilometer laufen mussten. Und weil die Eltern-Pinguine dafür mehr Zeit brauchten, konnten viele frisch geschlüpfte Küken nicht rechtzeitig versorgt werden. Davon gehen die Forschenden aus. Sie fanden vor Ort einige verhungerte Jungtiere, was die Theorie stützt.

Die Autorinnen und Autoren der Studie schreiben, die Geschichte zeigt, wie einzelne Eisberge den Bruterfolg einer ganzen Pinguin-Kolonie beeinflussen können. Sie geben aber zu bedenken, dass auch andere Umweltfaktoren eine Rolle gespielt haben könnten.