Die Geschichte der Cola muss möglicherweise umgeschrieben werden.

Bisher lautet sie so, dass ein Apotheker aus den USA sie erfunden hat - vor ziemlich genau 140 Jahren. Anfangs war das Getränk noch auf Wein-Basis. Weil Alkohol in den USA aber verboten wurde, erfand der Apotheker aus der Stadt Atlanta dann eine Mischung aus Wasser und Zuckersirup.

Jetzt gibt es aber Hinweise, dass es ein ähnliches Getränk schon einige Jahre früher gab - und zwar Mitte des 19. Jahrhunderts in Italien, in Florenz. Im Archiv einer Klosterapotheke hat ein Mönch ein auffälliges Rezept gefunden. Das hat er einer Wochenzeitung aus der Toskana erzählt. Das Getränk hieß stärkendes Wein-Elixier und wurde - genau wie die erste US-Cola - aus Kokablättern und Colanüssen hergestellt.

Der Mönch sagt: Unterlagen aus dem Kloster deuten daraufhin, dass das Cola-Getränk in der Apotheke eines der meistverkauften Produkte war.

Das genaue Rezept lautete: 30 Gramm Colanüsse und zehn Gramm bolivianische Kokablätter, aufgegossen mit einem Liter Alkoholmischung. Blätter und Nüsse sollen von Missionaren aus Südamerika in die Toskana gebracht worden sein.

Auf dem gefundenen Papier steht, dass das Getränk körperliche und geistige Erschöpfung lindern kann sowie Kopfschmerzen und Schwächen, die auf Alter oder außergewöhnliche Anstrengungen zurückzuführen sind.