In Deutschland waren im letzten Jahr so viele Ausbildungsstellen unbesetzt wie nie.

Das steht in einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Demnach blieben etwas mehr als ein Drittel aller Lehrstellen frei. Die Betriebe sagen, dass der wichtigste Grund dafür ist, dass sich zu wenig geeignete Bewerberinnen und Bewerber melden. Die größten Probleme, Stellen zu besetzen gibt es laut der Studie im Baugewerbe und bei den sogenannten personennahen Dienstleistungen, also etwa in Friseursalons.

Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der jungen Menschen, die keine Ausbildungsplatz finden. Zum Stichtag Ende September letzten Jahres waren das fast 64.000 Jugendliche - das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung befragt für die Studie jedes Jahr rund 15.000 Betriebe.