Seit der Corona-Pandemie ist Homeoffice normaler geworden - und viele Menschen finden es gut, wenn sie von zu Hause aus arbeiten können. Doch eine Studie im Fachjournal Science zeigt auch mögliche negative Effekte: soziale Isolation und psychische Belastung.
Das Team hat Befragungsdaten von mehr als einer halben Million US-Amerikanerinnen und -Amerikanern vor und nach der Pandemie analysiert. Menschen in Homeoffice-Jobs verbrachten mehr Zeit alleine - vor allem, wenn sie auch alleine lebten. Das glichen sie auch nicht mit mehr privaten sozialen Kontakten aus. Und sie berichteten von einer höheren psychischen Belastung. Allerdings kann die Studie vom Design her nicht beweisen, dass Homeoffice an sich der Grund für psychische Probleme ist. Es könnte auch weitere Faktoren geben, zum Beispiel dass man im Homeoffice tendenziell mehr Überstunden macht.
Bürotage könnten helfen
Andere Forschende halten die Ergebnisse prinzipiell auch auf Deutschland übertragbar. Und sagen: Es ist wichtig, wie Homeoffice organisiert ist. Sinnvoll könnten etwa bewusst eingebaute Bürotage sein, bei denen man auch mit Kolleginnen und Kollegen quatschen kann.
