Die Kelten haben dafür auch furchteinflößende Kriegstrompeten, auch Carnyx genannt, eingesetzt. Eine solche Trompete, die besterhaltene bisher, hat ein Archäologie-Team in Norfolk, im Osten Englands ausgegraben. Wie der britische Guardian berichtet, ist die Trompete aus Bronze und wurde wohl sehr lange benutzt. Durch ein Mundstück wurde Luft geblasen, dann kam ein sehr langes Rohr, das nach oben ragte wie das Seh-Rohr bei einem U-Boot. Das Rohr reichte weit über die Köpfe der Kämpfenden hinweg, und endete in einem Trompetenkopf, der aussah wie ein wildes, brüllendes Tier. Die Trompete wurde im ehemaligen Gebiet der Icener (Itséner) gefunden.
Die sind berühmt geworden, weil sie sich im Jahr 60 nach Christus gegen die römische Besetzung wehrten. Nachdem ihr König verstorben war, sollte dessen Besitz an Rom abgetreten werden - seine Witwe Boudicca wehrte sich, vereinte die Icener hinter sich und fügte den römischen Truppen ein paar deutliche Niederlagen zu, bevor der Widerstand niedergeschlagen wurde.
So klingt eine Carnyx.
