Im späten Mittelalter starb in Europa ein Drittel der Bevölkerung an der Pest.

Ist so etwas möglicherweise auch schon viele tausend Jahre vorher passiert? Im Fachmagazin Nature schreibt ein Forschungsteam, dass es dafür deutliche Hinweise gefunden hat. Es hat DNA aus Knochen und Zähnen untersucht, von etwa hundert Menschen, die am Ende der Steinzeit in Skandinavien gelebt hatten. Also vor rund 5000 Jahren. Das Ergebnis: Etwa jeder Sechste starb, als er mit der Pest infiziert war. Einer der Erreger-Stämme hatte nach Einschätzung des Forschungsteams auch das Potenzial eine Epidemie auszulösen.

Tatsächlich ging in Skandinavien und Nordwesteuropa vor 5000 Jahren die Bevölkerung stark zurück. Eine andere Theorie war bislang, dass die Ursache ein Krieg gewesen sein könnte.