Tiere und Fabelwesen - das sind heute beliebte Motive für Tätowierungen, aber wohl auch schon vor rund 2.000 Jahren.


Das Team einer Studie im Fachjournal Antiquity hat diese Tattoos auf der Haut einer mumifizierten Frau entdeckt, die in der Eisenzeit im heutigen Sibirien lebte.
Durch den Permafrost wurde ihr Körper konserviert. Ihre Haut ist aber so sehr nachgedunkelt, dass man die Tätowierungen mit dem bloßen Auge kaum noch erkennt. Mit einer speziellen Fotografie-Methode hat das Team die Motive sichtbar gemacht. Dazu gehören zum Beispiel Tiger und Leoparden, ein Hahn, aber auch ein Fabelwesen mit Raubtier-Kopf und Vogel-Körper.

Wahrscheinlich wurde Farbe aus Kohle mit einer Nadel Punkt für Punkt unter die Haut gestochen. Die Tattoos sind technisch unterschiedlich anspruchsvoll, vielleicht wurden sie von einer Person gestochen, die nach und nach besser geworden ist. Das würde laut den Forschenden dafür sprechen, dass Tätowieren schon damals ein komplexes Handwerk war.