Wird eine neue Autobahn gebaut, eine Stromtrasse oder eine Siedlung, dann sind in der Regel auch Archäologinnen und Archäologen dabei.

Sie prüfen bei jedem größeren Bauprojekt, ob Denkmäler im Boden gefährdet oder Funde verborgen sind. Der archäologische Verband Darv befürchtet, dass dafür bald aber Fachpersonal fehlt. Denn in Berlin soll an der Hochschule für Technik und Wirtschaft der Studiengang für Konservierung, Restaurierung und Grabungstechnik gestrichen werden, aus Kostengründen.

Praktische Ausbildung fehlt

Laut Darv könnten dann jährlich bis zu 20 ausgebildete Grabungstechnikerinnen und -techniker fehlen. Ähnliche Studiengänge an anderen Hochschulen würden nicht wie in Berlin auch praktisch ausbilden. Ob dort die Grabungstechnik ab Oktober tatsächlich wegfällt, entscheiden abschießend noch der akademische Senat der Hochschule und die zuständige Senatsverwaltung.

Laut dem Verband sind Archäologinnen und Archäologen in Deutschland rar, weil sie nicht nur in öffentlichen Bauprojekten und Forschung arbeiten, sondern auch die freie Wirtschaft nach ihnen sucht.