In Argentinien hat das Parlament einer Gesetzesreform zugestimmt, um mehr Bergbau zu ermöglichen, auch in Gletscher-Schutzgebieten.

Die Abgeordneten hatten bis in die Nacht beraten, zwölf Stunden lang. Schließlich stimmte eine Mehrheit für die Reform und damit für eine Abschwächung des Gletscherschutzes. In Buenos Aires versammelten sich mehrere Tausend Menschen auf dem Parlamentsplatz. Umweltaktivisten, die die Gletscher schützen wollen, aber auch verschiedene andere Gegner des Präsidenten Javier Milei. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstrierenden und zu Festnahmen.

Vorletzten Monat hatte schon der Senat der Reform zugestimmt. Damit bekommen die Provinzen jetzt mehr Spielraum, in bestimmten Gletschergebieten Bergbau zu erlauben, wenn die nicht als wichtige Wasserreservoirs gelten. Milei will Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätze und setzt dafür auch auf Bergbau.

Das neue Gletschergesetz wird auch von Teilen der rechten Opposition unterstützt, von Minenunternehmern und von den Gouverneuren der Bergbauprovinzen in den Anden.