Es ist zwar so, dass die Fläche aus gefrorenem Meerwasser jedes Jahr stark schwankt. Denn jeden Sommer schmilzt ein Großteil des Eises, und im Winter friert die Fläche wieder zu. Aber seit Jahrzehnten kommt im Winter insgesamt immer weniger Fläche zurück. Das haben Satellitenmessungen immer wieder gezeigt.
Zuletzt sah es so aus, als hätte sich das zumindest in diesem Jahrzehnt verlangsamt - aber dem ist wohl nicht so. Britische Forschende berichten im Fachmagazin PNAS, dass die Meereis-Ausdehnung in der Arktis 2025 und 2026 Rekordtiefs erreicht hat. Das Team sagt, Anfang der 2020er Jahre gab es eine Pause vom langjährigen Meereis-Rückgang - die neuen Satelliten-Beobachtungen zeigen jetzt aber, dass das nur eine kurzfristige Erholung und Teil von natürlichen Schwankungen war.
Die Arktis ist die Region auf der Erde, die sich am schnellsten erwärmt. In Europa wird fehlendes Meereis mit Extremwetter in Verbindung gebracht, zum Beispiel mit starkem Schneefall.
