Forscher machen sich Sorgen um einen ganz besonderen Bewohner der arktischen Meere: den Narwal.
Narwale werden auch die Einhörner der Meere genannt - wegen eines langen Schneidezahns, der aussieht wie ein Horn. Forscher aus den USA und Grönland haben die Tiere im Stress beobachtet.
Die gestressten Narwale schlugen beim Tieftauchen heftig mit den Flossen, während ihre Herzfrequenz auf dramatisch niedrige Werte sank. Diese Kombination aus großer Anstrengung und niedriger Herzfrequenz ist untypisch und könnte für die Wale gefährlich werden. Denn unter Wasser können die Tiere nicht atmen. Die Forscher wissen nicht, wie die Tiere so ihre Sauerstoffversorgung aufrecht erhalten.
Zivilisationsstress für die Einhörner
Die Experten machen sich Sorgen, was passiert, wenn Narwale immer mehr von Menschen gestört werden. Denn durch den Rückgang des arktischen Meereises wird der Lebensraum der Tiere zugänglicher für die Schifffahrt und für die Ölförderung.
Ein weiteres Indiz für tödlichen Stress sehen die Forscher bei anderen tief tauchenden Walen, die an Land stranden, weil ihr Orientierungssystem offenbar gestört wurde. Möglicherweise sei das auch darauf zurückzuführen, dass das kognitive System durch Sauerstoffmangel beeinträchtigt wurde.
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