Ratten und Mäuse können schwere Schäden anrichten - zum Beispiel in der Landwirtschaft oder für die Gesundheit.

Dagegen gibt es seit Rodentizide, also Ratten- und Mäusegift. Wie das Science-Magazin berichtet, sind die aber zunehmend ein Risiko für die Artenvielfalt. Denn immer mehr Studien würden belegen, dass auch viele andere Tiere diese Gifte in sich tragen. Entweder weil sie kontaminierte Tiere fressen oder direkt das Gift, wenn es nicht sachgemäß ausgelegt wird. So würden sich Rodentizide zunehmend in der Nahrungskette ausbreiten - von Raubtieren wie Vögeln, Füchsen oder Wölfen bis hin zu Amphibien und Insekten. Ein zusätzliches Problem: Gerade die neueren Rodentizide bauen sich laut Fachleuten im Körper nur langsam ab und können bis zu ein Jahr nachgewiesen werden.

Viele Artenschutz-Fachleute fordern noch strengere Regelungen für den Verkauf und die Verwendung von Rodentiziden. Im Science-Magazin werden auch Alternativen angesprochen: zum Beispiel auf Fallen setzen, vorbeugende Maßnahmen wie Ratten-sichere Mülltonnen oder natürliche Gifte aus Pflanzen, wie Bauern in Äthiopien sie verwenden.