Der Kormoran ist in Deutschland streng geschützt - am Bodensee macht der gefräßige Wasservogel allerdings der Fischereiwirtschaft zu schaffen.

Fachleuten zufolge kann ein Kormoran pro Tag rund ein halbes Kilo Fisch vertilgen. Und die Zahl der schwarzen Vögel am Bodensee wächst. Deswegen soll ein EU-gefördertes Projekt ihre Verbreitung eindämmen.

Laut dem baden-württembergischen Umweltministerium kommt dafür ab Anfang kommenden Jahres u.a. eine Spezial-Drohne zum Einsatz. Sie soll die Eier der baumbrütenden Kormorane mit einem Öl einsprühen. Dadurch entwickeln sich die Eier nicht weiter, sodass weniger Küken schlüpfen.

Finanzierung übernimmt großenteils die EU

Das soll auch helfen, die Fischarten im Bodensee zu schützen. Neuigkeiten gibt es jetzt zur Finanzierung: Zusammen mit weiteren Maßnahmen kostet das Projekt laut Ministerium über drei Jahre rund 900.000 Euro. Demnach übernimmt die EU 60 Prozent der Kosten. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor.