Artenschützer haben auf einer raubtierfreien Insel vor der Küste Neuseelands so viele Kakapo-Küken gezählt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Über 100 der flugunfähigen Vögel sind geschlüpft, fast alle sind noch am Leben. Damit bricht das Jahr 2026 alle bisherigen Rekorde seit Beginn des langjährigen Schutzprogramms.
Das New Zealand Department of Conservation hofft nun, dass nach Ende dieser Saison der Bestand der moosgrünen Vögel auf über 300 Tiere anwachsen könnte. Das klingt nach wenig, ist aber ein Meilenstein. Vor 30 Jahren gab es weltweit nur noch 51.
Dass es dieses Jahr so gut läuft, liegt vor allem an ausreichend Nahrung. Kakapos brüten nur alle zwei bis vier Jahre, wenn bestimmte Bäume blühen. Dann wachsen die Küken rasend schnell – manche legen pro Tag satte 20 Prozent an Gewicht zu.
Die Naturschützer ziehen sich jetzt bewusst etwas zurück. Die wachsende Zahl der Vögel ist für sie Zeichen der Hoffnung, dass der Kakapo bald auch ohne ständige menschliche Hilfe klarkommt.
