Artenschutz

Report: Jede dritte Art in Deutschland gefährdet

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Wir müssen unsere Natur besser schützen.

Das fordert das Bundesamt für Naturschutz. Es hat heute seinen ersten Artenschutz-Report vorgestellt, und nennt den Zustand der Artenvielfalt in Deutschland "alarmierend". Denn: Jede dritte untersuchte Art ist gefährdet. Besonders dramatisch ist die Lage bei den wirbellosen Tieren, zu denen Insekten gehören. Da sind knapp 46 Prozent entweder bedroht, extrem selten oder sogar schon ausgestorben - zum Beispiel sorgen sich die Experten um die Wildbienen. Auch die Situation bei Wirbeltieren, vor allem bei Brutvögeln, hat sich deutlich verschlechtert - zum Beispiel bei Lerche, Kiebitz und Rebhuhn.

Verbessert hat sich die Lage nur bei Tieren, die gezielt geschützt wurden: wie beim Biber, beim Schwarzstorch und bei der Kornblume. - Hauptgrund für den Rückgang der Artenvielfalt ist die intensive Landwirtschaft, sagt das Bundesamt für Naturschutz. Zum Beispiel werden zu viele Monokulturen angebaut und es wird zu stark gedüngt.

Laut Artenschutz-Report gibt es in Deutschland rund 48.000 Tierarten, 9.500 Pflanzen- und mehr als 14.000 Pilzarten. Der Report soll die Grundlage liefern, um gefährdete Tiere, Pflanzen und Pilze zu identifizieren und schützen zu können. Auf Roten Listen wurde bei rund 32.000 davon untersucht, ob sie gefährdet sind und wie stark. Dabei kam raus: Rund 31 Prozent sind gefährdet, vier Prozent schon ausgestorben.

Hier geht's zur Pressemitteilung des Bundesamts für Naturschutz, zum Artenschutz-Report und zur Roten Liste gefährdeter Arten.