Meeresschutzgebiete schützen nicht so gut, wie sie sollen.

Eine neue Studie im Fachmagazin PNAS kommt zu dem Schluss, dass nur knapp ein Viertel der Meereschutzgebiete tatsächlich einen effektiven Schutz bietet. Hauptgrund dafür ist nach Ansicht der Studienautorinnen und -autoren die Fischerei. Die ist oft auch in Schutzgebieten noch mit Einschränkungen erlaubt und wird außerdem nur wenig kontrolliert.

Kaum mehr Fische in geschützten Gebieten

In der Studie wurde die Masse an Fischen in verschiedenen geschützten Stein- und Korallenriffen mit der Fischbiomasse verglichen, die sich ohne Schutzmaßnahmen entwickelt hätte. War die gemessene Fischbiomasse doppelt so groß, dann haben die Forschenden ein Meeresschutzgebiet als ökologisch wirksam eingestuft. Sie sagen, dass vor allem der Fischfang eingeschränkt und ein Verbot auch streng kontrolliert werden muss.

Fast alle Staaten der Welt haben sich darauf geeinigt, 30 Prozent der weltweiten Land- und Wasserflächen bis 2030 unter effektiven Schutz zu stellen. Nach den Berechnungen der Forschenden gilt das auf dem Meer erst für 2 Prozent der Flächen.