Leonardo da Vinci nutzte für seine Gemälde nicht nur Pinsel, sondern auch die eigenen Finger - das könnte es möglich machen, seine DNA zu finden.

Das Leonardo-da-Vinci-DNA-Projekt ist ein Zusammenschluss internationaler Experten und Expertinnen. Auf einem Preprint-Server haben sie jetzt neue Ergebnisse veröffentlicht.

Mit einem Stäbchen wie bei einem Corona-Test hat das Team bei einer Zeichnung, die da Vinci zugewiesen wird, Proben genommen. So ließen sich tatsächlich DNA-Spuren isolieren. Das Schwierige: Da Vinci hatte keine Kinder, seine Grabstätte wurde geöffnet, dadurch gibt es keine saubere DNA-Probe von ihm selbst. Die Suche ist wie ein Puzzle: In einer Probe wurden etwa Merkmale des Y-Chromosoms gefunden, die typisch für da Vincis Geburtsort in der Toskana sind. Und die stimmen wiederum mit den Proben eines Cousins überein, dessen DNA auf einem Brief gefunden wurde.

Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Schritt für das Gebiet der Arteomic - so könnte in Zukunft die Echtheit eines Gemäldes durch biologische Spuren wie DNA belegt werden.