Diese Abkürzung steht für "Autonome sensorische Meridianreaktion" und bezeichnet ein kribbelndes, angenehm empfundenes Gefühl auf der Haut - ausgelöst durch bestimmte Sinnesreize. Das können Geräusche sein, aber auch beruhigende Handbewegungen oder leichte Berührungen am Kopf. Forschende der Ruhr-Uni Bochum wollten wissen, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es über ASMR gibt. Aus 1000 Fachartikeln haben sie gut 50 rausgefiltert, die wissenschaftlichen Standards entsprechen.
Die Auswertung zeigt, dass ungefähr 25 bis 30 Prozent der Menschen ASMR erleben können. Und dass das bei den meisten kurzzeitig positive Effekte hervorruft, zum Beispiel die Stimmung hebt, den Herzschlag verlangsamt und den Blutdruck senkt. Langzeiteffekte von ASMR können laut den Forschenden bisher nicht nachgewiesen werden - aber sie planen dazu jetzt selbst eine größere Studie.
