Neue Erkenntnisse aus dem All deuten darauf hin, dass die Erde das Ende der Sonne in einigen Milliarden Jahren überstehen könnte. Bisher gingen Forschende davon aus, dass die Sonne die Erde förmlich verschlingen wird. Wenn sie sich zum Ende ihres Lebenszyklus immer weiter ausdehnt, wird sie nämlich irgendwann so groß sein, dass sie bis zur Umlaufbahn der Erde reicht. Diese Umlaufbahn könnte sich allerdings bis dahin verschoben haben. Ein Astronomenteam der Universität von Kalifornien hat jetzt zum ersten Mal einen Exoplaneten - also einen erdähnlichen Planeten - entdeckt, bei dem das offenbar genauso war.
Dieser Planet ist etwas größer als die Erde und umkreist den ausgebrannten Rest eines Sterns, der mal etwas größer war als die Sonne. Die Daten deuten daraufhin, dass der Planet früher ähnlich nah um seine Sonne kreiste wie die Erde. Jetzt ist er aber so weit entfernt wie in unserem Sonnensystem der Jupiter. Die Astronomen gehen deshalb davon aus, dass er von verstärkten Sternenwinden nach außen geschoben wurde - und zwar schnell genug, um seiner Sonne zu entkommen. Doch selbst wenn es der Erde genauso ergehen würde, würde es vorher für jedes Leben auf ihr viel zu heiß.