Der Stern Beteigeuze ist einer der hellsten an unserem Nachthimmel.
Er beschäftigt Astronomie-Fachleute schon lange. Denn: Schon den alten Ägyptern und australischen Ureinwohnern war aufgefallen, dass die Helligkeit von Beteigeuze schwankt, in regelmäßigen Abständen. Forschende haben die Theorie, dass es vielleicht einen Partnerstern gibt, der immer wieder um Beteigeuze kreist.
Und dafür hat ein internationales Team jetzt den bisher überzeugendsten Hinweis gefunden: ein Foto vom Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile. Das Team sagt, dass ein kleiner, schwach leuchtender Punkt darauf zu erkennen ist. Das muss ziemlich sicher der Begleitstern sein. Es braucht noch weitere Daten, um seine Existenz zweifelsfrei zu belegen - dafür will das Team Beteigeuze in etwa einem Jahr wieder beobachten.
Es geht aber durch die neuen Daten davon aus, dass der Begleitstern deutlich massereicher ist als bisher vermutet. Statt ungefähr einer Sonnenmasse dürfte er zwei bis drei besitzen. Beteigeuze selbst ist übrigens so riesig, dass die Sonne rund eine halbe Milliarde Mal in ihn hineinpassen würde.
Beteigeuze gehört zum Sternbild Orion. Dass er selbst als Roter Überriese irgendwann in einer Supernova endet, gilt als wahrscheinlich. Unklar ist aber, wann das passieren wird.
