Das passiert tatsächlich ständig. Im gesamten Kosmos, auch auf der Erde, sind ständig Billionen von Neutrinos unterwegs, die alles durchdringen. Weil man sie nur schwer aufspüren kann, werden sie auch Geisterteilchen genannt. Was man schon weiß: Sie entstehen durch chemische Reaktionen im Inneren von Sternen.
Jetzt haben ein Forscher und eine Forscherin der Uni Kopenhagen noch einmal so genau wie möglich kartiert, wo in unserer Galaxie, der Milchstraße, die meisten Neutrinos entstehen und wie viele es bis auf die Erde schaffen.
Ihre Übersicht zeigt: Die meisten Neutrinos entstehen in den Sternen im Zentrum der Galaxie. Darauf können sich Forschende jetzt einrichten, wenn sie versuchen Neutrinos einzufangen. Dazu gibt es ein paar große unterirdische Anlagen.
Der ganze Aufwand soll sich lohnen, weil Neutrinos auf ihrer Reise durchs All kaum beeinträchtigt werden - im Gegensatz zu Licht oder Gammastrahlen. So erhält man ein sehr unmittelbares Bild davon, was zum Beispiel in Sternen gerade los ist - und wie der Lebenszyklus eines Sterns genau abläuft.
