Sie berichteten von Flechten, Algen und Pilzen, die auf Quarzgestein leben - und einzelne Steine zu einer schwarzen Kruste miteinander verkleben. Jetzt hat das Team neue Erkenntnisse darüber, wie dieses Lebensgemeinschaft zur Bodenbildung in der Wüste beiträgt.
Die Organismen leben nämlich nicht nur auf, sondern durchziehen auch das Innere des Gesteins. Nehmen die Algen, Flechten und Pilze Wasser zum Beispiel vom Nebel oder Tau auf, schwellen sie an und drücken das Gestein auseinander. Es zerbröselt also. Dazu kommt, dass an den Mikroorganismen auch Staub und andere feine Materialien kleben bleiben, die sich mit dem zerbröselten Gestein vermischen. Vereinfacht gesagt entsteht so in der Atacama-Wüste über lange Zeiträume ein Boden, der Nährstoffe und abgestorbene Organismen enthält.
