Biologische Pflaster aus dem 3D-Drucker könnten für die Versorgung von Brandwunden ein Gamechanger sein.

Denn Brandwunden verheilen in der Regel schlecht, weil sie oft tief gehen und sich über eine große Fläche erstrecken. Das Infektionsrisiko ist hoch. Üblicherweise behandelt man Brandwunden mit Eigenhauttranplantationen, aber die hinterlassen oft unschöne Narben.

Forschende von der Berliner Charité und einem Biotechnologieuntenehmen haben ein biologisches Pflaster entwickelt. Das soll die Wunde verschließen - und zwar, indem ein Gemisch aus lebenden Hautzellen und einer speziellen Gelatine Schicht für Schicht auf die Wunde aufgetragen wird. Man könnte das Gemisch individuell auf den Patienten abstimmen und sogar kleine Kanäle drucken, um Blutgefäße zu integrieren, sagen die Forschenden.

Die Technik funktioniert sogar in der Schwerelosigkeit. Das haben die Forschenden bei Parabelflügen erfolgreich getestet. Das biologische Pflaster könnte eines Tages also auch bei Verletzungen auf der ISS oder anderen Weltraummissionen zum Einsatz kommen.