Mangrovenwälder sind wichtig für Klima und Artenvielfalt - viele der sumpfigen Küstenwälder sind schon zerstört worden.

Es lohnt sich aber, neue Mangroven anzupflanzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, an der auch Tropenforschende vom Leibniz-Zentrum in Bremen mitgearbeitet haben. Sie haben Datensätze aus vier Jahrzehnten untersucht. Dabei stellten sie fest: Neu angelegte Mangroven wachsen schnell und exponentiell. Schon nach 20 Jahren speichern die Pflanzen etwa 70 Prozent des Kohlenstoffs, den natürlich vorkommende Mangroven speichern. Am effektivsten sind den Forschenden zufolge Mischwälder, in denen verschiedene Mangroven-Arten angeplanzt werden. Sie speichern deutlich mehr Kohlenstoff als Monokulturen.

Die Autoren der Studie sagen aber auch: Besser als neue Wälder anzupflanzen, sei, die bestehenden zu erhalten. Mangroven sind nicht nur für das Klima wichtig. Sie schützen tropische Küsten auch vor Tunamis und Sturmfluten.

Mangroven auf der Roten Liste

Die Weltnaturschutzunion hat Mangrovenwälder vor kurzem auf die Rote Liste gesetzt - es ist das erste Mal, dass ein gesamtes Ökosystem als bedroht gilt. Der Organisation zufolge sind die Hälfte aller Mangrovenwälder in Gefahr - 20 Prozent der Mangrovenwälder sind sogar "stark gefährdet" oder "vom Aussterben bedroht". Das betrifft vor allem Gebiete auf den Inseln südlich von Indien und an der Südküste der USA am Golf von Mexiko.