Besonders ins Gewicht fallen laut dem Chancenmonitor des Münchner ifo-Instituts: Einkommen und Schulabschluss der Eltern. Sie wirken sich demnach auch auf die Schulkarriere eines Kindes aus.
Der Bericht nennt zwei Beispiele: Wenn Eltern kein Abitur haben und vergleichsweise wenig verdienen, besucht ihr Kind später mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 17 Prozent ein Gymnasium. Bei Kindern von Eltern mit Abitur und höheren Einkommen sind es mehr als 80 Prozent. Unter anderem der Migrationshintergrund spielt dabei kaum eine Rolle.
Generell ist die Wahrscheinlichkeit für Jungen niedriger als für Mädchen: weniger als 37 Prozent der Jungen in Deutschland besuchen das Gymnasium, aber 43,5 Prozent der Mädchen. Dazu sagte Bildungsministerin Karin Prien, für Jungen müsse mehr getan werden. Seit Jahrzehnten werde zurecht versucht, die Chancen für Mädchen zu verbessern. Dabei habe man die Jungen aus dem Blick verloren.
Die Forscher fordern Konsequenzen, unter anderem mehr Bildungsangebote für benachteiligte Kinder, schon in der Kita, kostenlose Nachhilfe und mehr Unterstützung für Familien.
