Unsere Augen holen sich offenbar die Informationen, mit denen unser Hirn am besten umgehen kann.
Forschende der Universität Gießen haben bei Testpersonen ermittelt, wohin sich ihr Blick zuerst richtet und warum. Sie unterschieden dabei zwei Typen: Menschen, die zuerst auf Gesichter schauen, und solche, deren Aufmerksamkeit sich zuerst auf Texte richtet. In ihrer Studie konnten die Forschenden zeigen, dass bei beiden Typen jeweils ein anderer Teil des Gehirns besonders ausgeprägt ist.
Der Hauptautor der Studie beschreibt es so, dass unser Hirn praktisch visuell Rosinen pickt - und sich die Informationen sucht, die es am besten verarbeiten kann. Die Versuchspersonen, die zuerst auf Gesichter blickten, konnten sie in anderen Tests auch besser unterscheiden. Wer zuerst auf die Texte achtete, konnte grundsätzlich schneller lesen.
