Hitze und Trockenheit: Das ist gerade eins der größten Themen in den Medien in Deutschland. Klar, denn davon sind wir alle irgendwie betroffen. Dürren im Ausland landen dagegen eher selten in der Berichterstattung, nicht nur in deutschen Medien, sondern auch in vielen anderen Ländern.

Das berichtet ein Forscher der Uni Bonn im Fachmagazin Nature Human Behaviour. Mit einem britischen Kollegen hat er die weltweite Katastrophenberichterstattung analysiert. Es zeigte sich: Gerade Katastrophen, die Folgen des Klimawandels sind - wie Dürren oder Überschwemmungen - landen seltener in ausländischen Medien.

Warum genau?

Das ist unklar. Generell gilt aber: Es wird eher über eine Naturkatastrophe im Ausland berichtet, wenn die plötzlich eintritt, wenn es dramatische Bilder und viele Opfer gibt. Aber auch, wenn es enge soziale Verbindungen in das Land gibt. Dazu hatten die Forschenden unter anderem gezählt, wie viele Facebook-Freundschaften zwischen zwei Nationen bestehen.