Weil aus seinen Zuflüssen immer wieder Wasser für die Landwirtschaft abgezweigt wurde, war kaum noch See da. Um wenigstens Teile des Gewässers zu retten, wurde ein Damm gebaut, der die nördlichen und südlichen See-Teile voneinander trennt - und das hat einiges gebracht, zeigt eine Studie im Fachblatt Hydrology and Earth System Sciences.
Die drei Wissenschaftler schreiben darin, dass der nördliche Aralsee jetzt wieder einen ähnlichen Zustand erreicht hat wie vor seiner Austrocknung. Durch den Damm ist die Fläche des nördlichen Sees deutlich größer geworden und der Salzgehalt im Wasser ist zurückgegangen. Und laut dem Team durchmischen sich die Wasserschichten wieder gut, See-Oberfläche und -Boden werden mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.
Die Forschenden sagen: Der nördliche Aralsee ist ein gutes Beispiel fürs Wiederherstellen von anderen austrocknenden Seen. Ihre Untersuchung hat aber auch gezeigt, dass der See schnell wieder aus dem Gleichgewicht geraten kann, wenn zum Beispiel im Einzugsgebiet wieder mehr Wasser verbraucht wird.
