Sollte es ein generelles Tempo-Limit auf deutschen Autobahnen geben? Über diese Frage wieder immer wieder diskutiert.

Schätzungen der Björn-Steiger-Stiftung zufolge könnte eine Geschwindigkeitsbegrenzung Leben retten. Deren Unfallforscher Siegfried Brockmann hat der Deutschen Presse-Agentur gesagt: Bei einer Maximalgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde gäbe es wohl zwischen 25 und 30 Prozent weniger Todesopfer auf Autobahnen. Das wären bis zu 90 Menschen.

Laut dem Statistischen Bundesamt starben 2025 in Deutschland insgesamt mehr als 2.800 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. Laut Brockmanns Untersuchung waren es auf Autobahnen fast 300. Der Forscher schlägt deshalb vor, ein Tempo-Limit ein Jahr lang zu testen - um einen realen Vergleich zu haben. Er geht auch davon aus, dass unfallbedingte Sperrungen und Staus weniger werden.

Auch der ADAC ist dafür, "Möglichkeiten und Grenzen" eines Tempolimits für die Verkehrssicherheit und den Klimaschutz zu untersuchen. Laut Umweltbundesamt lässt sich durch Tempo-Limits der CO2-Ausstoß senken.