Wenn in Deutschland mehr öffentliche Verkehrsmittel autonom unterwegs sind - also ohne dass jemand am Steuer sitzt - dann könnten Bund und Länder viel Geld sparen.

Zu dem Schluss kommt eine Analyse einer Unternehmensberatung und der Universität St. Gallen. Sie rechneten ein Szenario durch, bei dem bis 2045 Dreiviertel des ÖPNV aus autonom fahrenden Bussen besteht, und zwar aus einer Kombi aus großen Linienbussen, kleineren Bussen und Robotaxis, wie man sie zum Beispiel in China und den USA schon kennt.

Verkehrsunternehmen finanzieren sich zum Teil selbst, zum Teil aus öffentlichen Geldern. Laut Analyse könnten pro gefahrenem Kilometer 40 bis 80 Prozent der öffentlichen Gelder eingespart werden - je nach Fahrzeugtyp. Das liegt vor allem daran, dass die Kosten für Fahrerinnen und Fahrer wegfallen. Aber auch, weil man keine Spiegel, Lenkräder oder Pedale mehr braucht.

In Deutschland werden autonome Fahrzeuge in verschiedenen Pilotprojekten getestet. Die Bundesregierung hat einen Rechtsrahmen geschaffen, der in der Branche überwiegend positiv bewertet wird.