Davor warnt nochmal die Uniklinik Schleswig-Holstein. Denn dort hatten es Medizinerinnen und Mediziner in den letzten Jahren immer öfter mit entsprechenden Schnittverletzungen zu tun. 2020 waren es acht, fünf Jahre später mehr als 20 Fälle im Jahr.
Fachleute sprechen von einer "Avocado-Hand", weil es immer wieder zu der gleichen Art von Verletzung kommt. Man schneidet mit zu viel Wucht ins Fruchtfleisch oder rutscht mit der Messerspitze vom Kern ab. Die Folge können tiefe Schnitte in die Handflächen oder die Innenseiten der Finger sein. Sehnen, Nerven und Arterien können verletzt werden.
Das Problem: Avocados passen nicht gut zur Anatomie der Handinnenflächen. Das Fruchtfleisch ist oft unerwartet weich, der Kern rutschig. Darum raten die Fachleute, dass man die Frucht zum Schneiden immer auf eine Unterlage legt und den Kern mit einem Löffel herauslöst.
